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So faszinierend sind deutsche Krimis

Faszination deutsche Krimis

„Wie oft schalten Sie Ihren Fernseher für einen Krimi ein?” So lautete die neugierige Frage am Ende meines Blogs „Krimilust und German Angst“. Gleichzeitig lud sie dazu ein, zwischen Ende Oktober und Ende November an meiner kleinen Umfrage teilzunehmen. Ihnen allen vielen Dank für Ihre Teilnahme! Das Ergebnis ist klar: Auch unter den Lesern dieses Blogs sind Krimis – allen voran deutsche Krimis – beliebt.

Die meisten Befragten (65 %) haben die deutsche Nationalität, die übrigen 35 % die niederländische. Genau die Hälfte der Befragten ist zwischen 46 und 65 Jahren alt. Nur 7 % sind älter als 65, die übrigen Befragten zwischen 20 und 45. Was sofort die interessante Frage aufwirft, ob Jugendliche unter 20 Jahren kein Interesse an Krimis haben, keine Lust, die Umfrage auszufüllen oder dieses Blog nicht lesen. Eine weitere Umfrage gibt möglicherweise Auskunft 😉

Wie lautet nun die Antwort auf die anfangs gestellte Frage? 28,5 % der Befragten geben an, den Fernseher nie für einen Krimi einzuschalten, während 7 % dies 4 bis 6 Mal die Woche tun. Die übrigen Befragten bewegen sich zwischen diesen beiden Extremen: 35 % schauen ein Mal wöchentlich einen Krimi, weitere 28,5 % 2 bis 3 Mal pro Woche. Mit anderen Worten: Fast Dreiviertel der Befragten (71 %) setzen sich ein Mal pro Woche oder häufiger vor den Fernseher und schauen sich einen Krimi an.

Tatort, Tatort und Tatort

Was ist der beliebteste Krimi? Mit Abstand an erster Stelle steht der Tatort. Am häufigsten wird Tatort Münster genannt, aber auch Tatort Köln und Tatort Dortmund sind populär. Diesem Klassiker unter den deutschen Krimis folgen weit abgeschlagen Wilsberg (auch Münster) und skandinavische sowie britische Krimis. Weitere beliebte deutsche Krimiserien, wie z.B. Der Kriminalist und Nord Nord Mord folgen. Sogar ‘good old’ Schimanski wurde noch erwähnt.

Interessant ist auch die Frage, warum man sich gerne Krimis im Fernsehen anschaut. Die Mehrzahl der Befragten gibt an, Kriminalfilme spannend und/oder unterhaltsam zu finden. Gute Dialoge, eine persönliche Storyline und gute Schauspieler spielen ebenfalls eine wichtige Rolle, genauso wie der Einblick in Gesellschaft und Kultur. Nicht bei jedem steht jedoch die Unterhaltung an oberer Stelle: Ein Befragter schaut vor allem aus Langeweile, während ein anderer eigentlich nicht so gerne guckt, weil so oft Menschen sterben. Das gehört bei einem Krimi zwar zwangsläufig dazu, aber der Gedanke daran ist in der Tat nicht sehr angenehm. Zum Glück endet der Blick in die menschlichen Abgründe nach anderthalb Stunden mit einer Überwindung des Bösen und dem Sieg des Guten, so ein Befragter.

Mehr als nur Blutvergießen

Zum Schluss gab es noch die Frage, was einen guten Krimi ausmacht. Natürlich spielt der Spannungsaufbau eine Hauptrolle. Dies ist jedoch bei weitem nicht das einzige Kriterium – ohne eine gute und flotte (logische) Geschichte, gut entwickelte Charaktere, eine Prise (schwarzen) Humors, spannende Wendungen und ein unerwartetes Ende keine Krimilust. Kulturell betrachtet passt diese Fokussierung auf inhaltliche Aspekte tatsächlich zu deutschen Krimis – ist das vielleicht der Grund, warum sie unter den Befragten so überaus beliebt sind?

Gibt es nun eine besondere deutsche Faszination für Krimis? Da 35 % der Befragten niederländischer Herkunft ist, fällt die Antwort nicht eindeutig aus. Klar ist jedoch die Präferenz für deutsche Krimis. Nur skandinavische und britische Serien können noch mithalten, sind jedoch bei weitem nicht so beliebt wie deutsche Krimis. In dieser Hinsicht hat die Krimi-Faszination tatsächlich eine starke deutsche Prägung.

Eine niederländische Version dieses Blogs ist erschienen auf aha24x7.

Bildnachweis:
 © http://cinemorgue.wikia.com

Autor:

Interkulturelle Trainerin, Beraterin und Change-Managerin. Bringt interkulturelle Kommunikation in Einklang. Denn Kommunikation verbindet.

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