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Unheimlich viel zu tun …

Wir sind permanent im Stress

Haben Sie auch so viel um die Ohren? Immer auf Achse, nie enden wollende „To-Do-Listen“ und kaum Zeit für die schönen Seiten des Lebens? Zeitdruck ist tatsächlich eines der größten Probleme der heutigen Zeit, vor allem in unseren Breiten. Schauen wir jedoch etwas tiefer unter die Oberfläche, dann stellt sich heraus, dass wir mit unserem „ich habe so viel zu tun“ oft auch eine andere Botschaft ausstrahlen: Schau doch mal, wie wichtig ich bin! Sonst hätte ich ja nicht so viel zu tun …

Implizite Botschaft

Warum nehmen wir diesen Umweg, um zu vermitteln, dass wir viel zu tun haben und somit wichtig sind? Beim Entschlüsseln dieser Botschaft ist es hilfreich, einen Blick auf unseren kulturellen Hintergrund zu werfen. In vielen Ländern mit relativ flachen Hierarchien herrscht kein ausgeprägtes Statusbewusstsein. Diese Haltung kennzeichnet die Niederlande und ist auch in anderen vom Protestantismus geprägten Ländern, wie z.B. Deutschland oder den skandinavischen Ländern, mehr oder weniger deutlich spürbar

Die meisten Menschen möchten jedoch ihre gesellschaftliche Stellung irgendwie zum Ausdruck bringen und haben eine alternative Ausdrucksweise gesucht. Diese haben sie in der Sprache und im ebenfalls sehr protestantischen Arbeitsethos gefunden: die Ärmel hochkrempeln, nicht meckern, sondern hart arbeiten lautet die Devise. „Unheimlich viel zu tun“ also. Hiermit schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe: Wir stellen uns als hart arbeitende Zeitgenossen dar und zeigen damit, dass wir „durchaus wichtig sind“. Sprache und Kultur sind nun einmal unlöslich miteinander verbunden.

Eine niederländische Version dieses Blogs ist erschienen auf AHA24x7.

Autor:

Interkulturelle Trainerin, Beraterin und Change-Managerin. Bringt interkulturelle Kommunikation in Einklang. Denn Kommunikation verbindet.

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